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Ernst Prost – vom Kfz-Mechaniker zum Großunternehmer

Es waren eher bescheidene Verhältnisse, in denen der am 14. Februar 1957 in Altötting geborene Ernst Prost aufwuchs. Der Sohn eines Maurers und einer Fabrikarbeiterin hat schon früh gelernt, um was es im Leben wirklich geht. Den Werten seiner Familie, die sich mit den Worten Fleiß, Respekt, Dankbarkeit und Demut umschreiben lassen, ist er bis heute treu geblieben. Ernst Prost ist ein Unternehmer, der sich bewusst vom reinen Materialismus distanziert. Sein Handeln wird auch von Verantwortung, Pflicht und Fürsorge bestimmt.

Zunächst fiel es jedoch schwer, dem jungen Kfz-Mechaniker eine glänzende Karriere zu prophezeien. Arbeitslosigkeit und Schicksalsschläge überschatteten die Laufbahn von Ernst Prost. Als er bei dem Autopflegemittel-Hersteller Sonax dennoch die Karriereleiter zügig erklimmen konnte, stellte sich bald darauf ein weiterer Rückschlag ein. Dabei wurde ihm gerade sein Hobby zum Verhängnis. Ernst Prost hatte einen schweren Motorradunfall. Nach langer Genesungszeit konnte er bei Sonax nicht wieder richtig Fuß fassen. Ihm wurde als Marketingleiter gekündigt, sodass er wieder arbeitslos war.

Doch ein persönlicher Rückschlag ermöglicht auch häufig einen Neuanfang. Ernst Prost glaubte an seine Chance und er bekam sie auch. Doch viel wichtiger war es, besagte Chance zu nutzen. Als neuer Marketing- und Vertriebsleiter von Liqui Moly tat er dies beispielhaft.

In den folgenden Jahren übernahm Prost von der Gründerfamilie Henle die gesamte Firma. 1998 vollzog er hierfür den letzten Schritt und ist seitdem alleiniger Eigentümer von Liqui Moly. Der Chef der inhabergeführten Firma erreichte wegen seiner eigenen, oftmals sehr verantwortungsvollen Unternehmensphilosophie einen gewissen Grad an Bekanntheit. So kündigte Prost beispielsweise die Zusammenarbeit mit BP wegen der Ölkatastrophe im Jahr 2010. Seine Mitarbeiter bezeichnet er als Mitunternehmer und er würde lieber sein Schloss verkaufen, als einen von ihnen zu entlassen. Erwähnenswert ist auch sein soziales Engagement. Ernst Prost setzt sich für den Mindestlohn und für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein. Darüber hinaus hat er eine Stiftung gegründet, die sich für Menschen in Not einsetzt. Beim Bundesverband Initiative 50 Plus tritt Prost als Botschafter in Erscheinung.